Raiffeisenlandesbank OÖ
Lagebericht 2025 der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft
- Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
- Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
- Forschung und Entwicklung
- Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Jahresabschluss 2025 der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft
- Bilanz zum 31. Dezember 2025
- Gewinn- und Verlustrechnung 2025
- Anhang zum Jahresabschluss 2025
Erklärung des Vorstandes für Lagebericht und Jahresabschluss
Erklärung des Vorstandes
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Bericht des Aufsichtsrates gemäß § 96 AktG
Bericht des Aufsichtsrates gemäß § 96 AktG
Im Geschäftsjahr 2025 kam der Aufsichtsrat der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft seinen gesetzlichen und satzungsgemäßen Verpflichtungen mit besonderer Umsicht und Verantwortungsbewusstsein nach. Der Vorstand informierte das Gremium regelmäßig, zeitnah und umfassend über wesentliche Geschäftsvorgänge, die wirtschaftliche Entwicklung der Bank und des Konzerns sowie über maßgebliche strategische Entscheidungen. Im Fokus der Beratungen standen insbesondere die Ertrags- und Risikolage sowie Fragen des Kapital-, Risiko- und Liquiditätsmanagements.
Im Verlauf des Geschäftsjahres 2025 hielt der Aufsichtsrat gemeinsam mit seinen Ausschüssen insgesamt 34 Sitzungen ab. Das hybride Sitzungsformat gewährleistete dabei eine effiziente und zugleich flexible Beschlussfassung, vor allem in Situationen, die ein rasches Handeln erforderlich machten. Dringende Beschlüsse können in Einzelfällen auch im Umlaufverfahren gefasst werden. Der Aufsichtsrat trat zu fünf regulären Sitzungen zusammen und behandelte sämtliche relevanten Themen im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben und internen Governance-Richtlinien. Zentrale Schwerpunkte bildeten die wirtschaftliche Entwicklung der Bank, regulatorische Anforderungen an das Risikomanagement sowie Compliance-Themen. In jeder Sitzung wurden umfassende Berichte zur Geschäftsentwicklung der Beteiligungs- und Tochterunternehmen präsentiert.
Im Geschäftsjahr 2025 befasste sich der Aufsichtsrat im Rahmen seiner gesetzlichen Aufgaben unter anderem intensiv mit Angelegenheiten der Nachfolgeplanung im Vorstand. Der Amtsantritt von Reinhard Schwendtbauer als Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft mit Wirkung zum 1. Mai 2025 sowie die damit verbundenen organisatorischen Anpassungen im Vorstand erfolgten entlang eines strukturierten Prozesses. Darüber hinaus wurde Gerald Aichhorn mit Wirkung zum 1. Mai 2025 als neues Mitglied in den Vorstand berufen und mit der Verantwortung für den Beteiligungsbereich betraut – in diesem Kontext wurde die Ressortverteilung im Vorstand angepasst. Stefan Sandberger wurde dabei mit der Leitung des Firmenkundengeschäfts betraut und zugleich zum Generaldirektor-Stellvertreter bestellt. Zudem beschloss der Aufsichtsrat die Verlängerung des Vorstandsmandates von Sigrid Burkowski in seiner Sitzung vom 18. Dezember 2025 bis Mitte 2027 und stellte damit die Kontinuität im Vorstand sicher.
Auch auf Ebene des Aufsichtsrates kam es im Geschäftsjahr 2025 zu personellen Veränderungen. Im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung wurden vier neue Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt und ausgeschiedene Mitglieder verabschiedet. In der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Aufsichtsrates wurden der Vorsitzende sowie die stellvertretenden Vorsitzenden bestätigt und die Ausschüsse des Aufsichtsrates neu besetzt.
Im Geschäftsjahr 2025, das von einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld und einem erhöhten Veränderungsdruck geprägt war, setzte der Aufsichtsrat einen klaren Schwerpunkt auf die strategische Weiterentwicklung der Raiffeisenlandesbank OÖ. Diese Phase wurde genutzt, um Orientierung zu geben und die langfristige Ausrichtung des Hauses zu festigen. Die Gesamtbankstrategie „Impuls 2030“ wurde vom Aufsichtsrat genehmigt und bildet seither den verbindlichen Rahmen für die Weiterentwicklung der Bank. Sie definiert klare strategische Zielsetzungen und legt die Schwerpunkte insbesondere in den Bereichen Profitabilität, Effizienz, marktorientierte Steuerung und nachhaltiges Wachstum fest.
Aufbauend auf der Gesamtbankstrategie wurden die Bereichsstrategien erarbeitet, vom Vorstand beschlossen und dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gebracht. Mit diesen Bereichsstrategien wurde die Operationalisierung von „Impuls 2030“ eingeleitet und die strategischen Zielsetzungen in konkrete Prioritäten, Verantwortlichkeiten und Maßnahmen auf Ebene der Geschäftsbereiche übersetzt. Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig über den Stand der Umsetzung informiert und stellte im Rahmen seiner Überwachungsfunktion sicher, dass geeignete Governance-, Steuerungs- und Monitoringstrukturen für die Umsetzung der strategischen Maßnahmen eingerichtet wurden.
Im Geschäftsjahr 2025 führten der Vorsitzende des Aufsichtsrates sowie einzelne Ausschussvorsitzende mehrere Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern des Joint Supervisory Teams (JST). In diesem Rahmen informierten sie über die Tätigkeit des Aufsichtsrates und der jeweiligen Ausschüsse und setzten sich mit unterschiedlichen aufsichtlichen Positionen auseinander. Darüber hinaus standen der Aufsichtsratsvorsitzende und die Ausschussvorsitzenden auch außerhalb der regulären Sitzungen in engem Austausch mit dem Vorstand, um die Informationsflüsse sowie die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat weiter zu intensivieren. Anstehende Beschlussfassungen wurden in einem offenen und konstruktiven Dialog vorbereitet; ergänzend wurden Fachgespräche mit Expertinnen und Experten zur vertieften Behandlung wesentlicher Themen herangezogen. Zusätzlich fanden laufend Abstimmungen mit Schlüsselfunktionären statt, um eine kontinuierliche Koordination und einen wirksamen Informationsaustausch sicherzustellen.
Die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung sowie der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (UGB) und des Bankwesengesetzes (BWG), der Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) in der in der EU anzuwendenden Fassung, der Lagebericht sowie der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025 wurden vom Prüfer des Österreichischen Raiffeisenverbandes sowie von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft geprüft. Die Abschlussprüfungen führten zu keinen wesentlichen Beanstandungen; die gesetzlichen Bestimmungen wurden in vollem Umfang eingehalten. Der Österreichische Raiffeisenverband erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers, die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft stellte die entsprechenden Vermerke des unabhängigen Abschlussprüfers aus.
Als Bestandteil des Konzernlageberichts erstellte der Vorstand für das Geschäftsjahr 2025 eine konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 267a UGB einschließlich der Angaben für das Mutterunternehmen nach § 243b UGB und legte diese dem Aufsichtsrat vor. Der Aufsichtsrat unterzog diese Berichterstattung einer Prüfung im Hinblick auf Rechtmäßigkeit und Vollständigkeit.
Der Prüfungsausschuss befasste sich eingehend mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025, dem Lagebericht sowie dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025 und stellte fest, dass kein Anlass zu Beanstandungen besteht. Infolgedessen empfahl der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat, sich den Ergebnissen der Abschlussprüfer anzuschließen, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz zu billigen, dem Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung zuzustimmen und den Konzernabschluss samt Konzernlagebericht zustimmend zur Kenntnis zu nehmen.
Der Aufsichtsrat prüfte in seiner Sitzung vom 25. März 2026 seinerseits den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 sowie den Lagebericht und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2025. Er schloss sich dem Prüfungsergebnis des Prüfungsausschusses sowie dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes an, billigte den Jahresabschluss 2025 der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft – womit dieser gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt ist – und nahm den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 einschließlich des Konzernlageberichts zustimmend zur Kenntnis.
Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand sowie bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Raiffeisenlandesbank OÖ für ihren Beitrag zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2025. Das gute Ergebnis ist Ausdruck einer klaren strategischen Ausrichtung, konsequenter Umsetzung und einer insgesamt soliden operativen Leistung. Die im Geschäftsjahr gesetzten strategischen Maßnahmen stärken die Wettbewerbsposition nachhaltig und schaffen eine verlässliche Grundlage für die weitere Entwicklung. Mit ihrem diversifizierten Geschäfts- und Beteiligungsportfolio ist die Raiffeisenlandesbank OÖ gut aufgestellt, um auch künftig ertragsorientiert und stabil zu wachsen.